Börnsen/Bär: Deutsche Sprache pflegen und stärken
Freitag, 03.07.2009
Berlin (ots) - Zum Expertengespräch der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
"Sprache schafft Identität" erklären der kultur- und medienpolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen (Bönstrup)
MdB und das Mitglied der Arbeitsgruppe Kultur und Medien Dorothee Bär
MdB:
Fast 80 Prozent der Deutschen sind einer aktuellen Umfrage des
"Instituts für Deutsche Sprache" zufolge der Auffassung, dass mehr
für die deutsche Sprache getan werden sollte und für zwei Drittel und
sogar 53 Prozent der Jugendlichen droht die Deutsche Sprache "immer
mehr zu verkommen". Für sie sind gerade die Anglizismen ein Indiz für
den Verfall der deutschen Sprache. Dabei machen die Anglizismen nur
ein Prozent unseres ca. 500.000 Wörter umfassenden Wortschatzes aus.
56 Prozent der Deutschen empfinden Stolz und 47 Prozent sogar
Liebe für ihre Sprache und beschreiben sie als schön, anziehend,
logisch, aber schwierig.
Das Expertengespräch der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion "Sprache schafft Identität" hat ein klares
Zeichen für eine notwendige Stärkung der deutschen Sprache gesetzt.
Sollte es in der kommenden Legislaturperiode zu einer
Grundgesetzänderung kommen, muss die Deutsche Sprache in unsere
Verfassung aufgenommen werden. Diese gemeinsame Forderung ist ein
wesentliches Ergebnis des Fachgespräches.
Alle Experten, darunter die weltberühmte Sopranistin Edda Moser,
Herr Staatsminister a.D. Dr. Hans Zehetmair und der Vorsitzende der
Gesellschaft für deutsche Sprache Prof. Rudolf Hoberg, machten in
ihren persönlichen, zum Teil sehr charmanten Stellungnahmen
deutlich, dass die deutsche Sprache unsere Identität und Kultur
ausmacht und wir deshalb eine besondere Verantwortung für den
sorgfältigen Umgang mit unserer Sprache haben.
Dass die Politik in großen Teilen sensibilisiert ist und sich
engagiert für die deutsche Sprache einsetzt zeigten auch die
eingehenden Beiträge der Bundestagsabgeordneten Maria Michalk, Monika
Grütters und Rita Pawelski.
Stefanie Thieme, Leiterin des Redaktionsstabes Rechtssprache der
Gesellschaft für Deutsche Sprache beim Bundesjustizministerium der
Justiz berichtete von den Erfahrungen bei der notwendigen
sprachlichen Verbesserung von Gesetzestexten. Verständlichkeit als
Bürgerecht - dieser Appell wurde von den Bundestagsabgeordneten nicht
nur gehört, sondern auch unterstützt.
Dieses konstruktiv und lebendig verlaufende Expertenforum wird für
uns Anlass für weitere Gespräche und Maßnahmen in der kommenden
Legislaturperiode sein.
Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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